Logo

FDP-Gemeindeverband Lehre -

Verschwörungstheorien

Glauben heißt nicht wissen

Das Spannende am Leben ist ja oft, dass man nicht weiß, was kommt. Das finden aber längst nicht alle Menschen gut, wie Liberalix schon früh erkannt hat. Viele finden es schon anstrengend genug, alles im Blick zu behalten und dann auch noch zu begreifen, was um sie herum geschieht, aber Liberalix hat viel Verständnis für Mitmenschen, denen das alles zu viel wird, neben all den anderen Dingen, die unaufhörlich daherströmen und einen manchmal gegen seinen Willen mitzureißen drohen.
Das Denken an die so offene Zukunft kann für manchen geradezu zur Qual werden, wenn er eine lebhafte Phantasie hat und und das Vorstellungsvermögen vielleicht größer ist als die Fähigkeit, aus dem vorhandenen Wissen realistische Bilder der Zukunft zu entwickeln und das Leben von der Gegenwart aus in die Zukunft hinein souverän zu meistern.

Liberalix könnte es auch anders ausdrücken: Wenn jemand zu wenig weiß, wird er von der Welt in ihrem Lauf unaufhörlich vor Rätsel gestellt. Vielleicht hat er dann wenigstens eine gewisse Routine entwickelt oder wohlmeinende Ratgeber gefunden, wie mit den gegenwärtigen Zuständen umzugehen ist, die er um sich hat, aber vielen Menschen – die Liberalix aufrichtig bedauert – ist es nicht möglich, vom Gegenwärtigen aus Linien in die Zukunft zu ziehen, und deshalb versuchen sie es auch gar nicht erst. Sie leben „im Hier und Jetzt“, wie man so sagt. Es kann ein durchaus zufriedenes Leben bedeuten, sich auf andere zu verlassen, aber auch, alles so hinzunehmen, wie es kommt; andere aber regen sich auf, wenn sie zu viel Unbegreifliches um sich haben.

Das führt Liberalix zu denen, die zwar oftmals nicht verstehen, was gerade geschieht, aber trotzdem glauben, eine Erklärung dafür zu haben. In alten Zeiten war das einfacher, als die Welt - scheinbar – noch wohl geordnet war: Sitten, Gebräuche und der Glaube an höhere Mächte lieferten ein Gerüst, an dem man sich festhalten konnte, und die Einzelheiten überließ man denen, die wirklich Vieles besser wussten – oder einfach behaupteten, sie wüssten es besser. Im Grunde hat sich daran nichts geändert, meint Liberalix. Mit Dreistigkeit lässt sich bei den Mitmenschen um so mehr Eindruck gewinnen, je weniger sie wissen (das weiß nicht nur Donald Trump), und so kommt es, dass viele Wissenschaftler, richtig gute Leute vom Fach, über das Corona-Virus bereits viel mehr wissen als alle anderen, aber eben noch nicht alles. Das halten viele Menschen nicht aus (siehe oben). Sie wissen zwar selber noch weit weniger bis gar nichts, aber sie glauben, dass es für alles eine einfache Erklärung geben muss; ihnen genügt es, wenn jemand mit der nötigen Unverfrorenheit auftritt und behauptet, das Geheimnis lüften zu können. Liberalix hat schon vor längerer Zeit erkannt: Es gibt für jedes komplexe Problem eine einfache Erklärung – und die ist mit Sicherheit falsch.

Verschwörungstheorien gab es schon immer, auch in grauer Vorzeit; das lässt sich vom Verhalten primitiver Gesellschaften ableiten. Solche scheinbar einfachen Theorien zur Erklärung der Welt halten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht stand, aber sie finden immer wieder Anhänger, deren Bildung und Wissen nicht ausreichen, das meist völlig absurde Gedankengebäude zu durchschauen, das geschickte Blender und ihre manchmal völlig ahnungslosen Mitläufer vor ihnen aufbauen. Als älteste der größeren Verschwörungstheorien unserer Zeit gilt der Judenhass, der immer neue Täter findet, so schrecklich seine Folgen auch schon gewesen sind. Hier gilt das Gleiche wie für alle anderen, meist wirren Verschwörungstheorien: Ihr Antrieb ist die Suche der Menschen nach Erklärungen, ihr Nährboden die umfangreiche Unwissenheit, ihr Ergebnis fast immer großes Leid der Betroffenen.

So kommt Liberalix zu dem Schluss, dass umfassende Bildung und vor allem die Fähigkeit, das Wissen zum Erkennen von Zusammenhängen zu nutzen, der beste Schutz vor Verschwörungstheorien sind, die schon so viel Leid über die Menschheit gebracht haben.


Lehre


Die Gemeinde in der Mitte der Region Braunschweig/Wolfsburg - zwischen Forschung und Technik.

Motto

Bleiben wir frei. Denken wir groß.

Liberale Worte

Demokratie bedeutet nicht "Ich bin so gut und bedeutend wie du", sondern "Du bist so gut und bedeutend wie ich". (Theodore Parker)

Im Brennpunkt:

Telefonterror

Positionen


Mitmachen


Mitmischen!

Unabhängige Köpfe gesucht! Den Weg in die FDP und zu neuen Möglichkeiten der Einflussnahme finden Sie unten ("Richtig liberal sein...").

Jetzt FDP-Mitglied werden!


Richtig liberal sein: Aktiv mitgestalten.